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Literaturkritik – Die Gärten von Monte Spina Henrike Scriverius

Monte Spina – eine einsame Insel vor Lanzarote, sucht einen neuen Gärtner, was nicht ganz einfach ist, denn außer Stille und Einsamkeit hat die kleine Privatinsel wenig zu bieten. Doch das kommt der dreißigjährigen Gärtnerin Toni gerade recht, denn ihr Mann ist gerade bei einem Autounfall gestorben und der Sinn ihres Lebens und alle ihre Liebe mit ihm.Weit draußen im Atlantik trifft sie auf eine karstige Landschaft und auf Menschen, die sie nicht gerade herzlich empfangen. Aber Sonne und harte Arbeit wecken neben ihren Lebensgeistern vor allem eins: ihre Neugier.

Denn auf der schweigsamen Insel Monte Spina am Ende der Welt gibt es eine ganze Reihe von Merkwürdigkeiten und Geheimnissen:
Warum blieben Tonis Vorgänger immer nur wenige Wochen? Wieso ist das oberste Stockwerk des Haupthauses tabu für sie? Und was steckt hinter dem abwesenden Besitzer der Insel, dem geheimnisvollen Bror, von dem alle nur im Flüsterton sprechen?

Droemer Knaur Verlag

Taschenbuch
335 Seiten

ISBN: 978-3-4263-0758-8

Erschienen am 1. August 2019

Cover & Titel

Das Cover ist wunderschön gestaltet worden und lädt mit den Inseln in der Ferne und dem Wasser drumherum zum Träumen ein. Auch die bunten Blumen und Palmen, haben etwas exotisches und weisen direkt auf Monte Spina hin.


Geschichte & Plot

"Denn das Zimmer, in dem ich lag, war nicht nur viel zu kalt. Es war auch zu still. Weil da nämlich keiner mehr war. Keiner, der neben mir lag und atmete." - Seite 14

Ich habe anhand des Klappentextes gedacht, dass sich in dem Buch eine wunderbare Geschichte verbirgt, die vieles von der Insel Monte Spina preisgibt, ihre Schönheit beschreibt aber auch hinsichtlich der Protagonisten Veränderungen bereithält. Das die Geschichte aber so „abdriftet“, hätte ich nicht gedacht.  Was genau ich meine, erkläre ich im Verlauf dieser Literaturkritik. Anfangs fand ich es wirklich schön, als ich die Gedanken von Toni las und ihre Emotionen wirkten auf mich ein. Es war Zeit für eine Veränderung, sodass sie den neuen Job annahm. Soweit so gut. Diese Veränderung brauchte sie, gerade weil ihr Mann Toni verstorben ist und im Leben muss man auch mal etwas Neues wagen. Bis dahin ist alles nachvollziehbar, schön ge- und beschrieben und hat mir Freude gemacht zu lesen. Doch was dann im Laufe der Geschichte passierte, fand ich sehr schockierend und enttäuschend. Eshat mir die Lesefreude von Jetzt auf Gleich genommen. Darauf möchte ich gerne näher eingehen, damit ihr versteht, worum es mir geht. Vielleicht können sich einige von euch erinnern, dass ich zur besseren Erklärung einen Live-Stream auf Instagram gemacht habe. Dies nur, weil viele mich fragten, was ich denn von diesem Buch halten würde und was mir sauer aufgestoßen ist.

Toni nimmt einen neuen Job an und reist nach Monte Spina. Anfangs ist sie etwas zurückhaltend, immerhin ist alles neu, weiß aber wann sie ihren Mund aufmachen muss und verrichtet ihre Arbeit. Sie lernt die Menschen auf der Insel kennen, welche sehr flach bleiben und trifft natürlich auch auf ihren Chef Max Bror. Durch ihn wird die Geschichte nicht zu einer wunderbar-sommerlichen und leichten Lektüre, wie das Cover und der Klappentext verraten, sondern zur mobbingreichen, sexistischen und anstrengenden, über die man noch lange nach dem Lesen nachdenkt.

Der Aufbau der Geschichte ist für mich nicht nachvollziehbar. Es wurde sich an Klischees bedient, was ich eigentlich nicht schlimm finde. Reich, respektlos und auf Frauen aus. Hier war es aber einfach eine Spur zuviel des Guten. Und wenn ich dachte, dass es jetzt genug war, setzte die Autorin noch einen drauf.

 

Protagonisten (Achtung: Spoiler!)

Jetzt geht es ans Eingemachte. Ich äußere mich nicht zu den Protagonisten einzeln, wie es sonst der Fall ist, sondern zusammen. Max Bror ist Tonis Chef und hat mir von Anfang an nicht gefallen. Gut, wem gefällt ein Mensch schon, der gegenüber anderen Menschen keinen Respekt hat, diesen aber von anderen verlangt? Niemandem denke ich. Er war gegenüber seinen Mitarbeitern, außer seiner Helen respektlos, beleidigend, forsch. Immer wieder ließ er beleidigende, wenn nicht sexistische Äußerungen fallen und gab den jungen Frauen gerne mal einen Klaps auf den Hintern. (An dieser Stelle denkt euch bitte eine Ohrfeige. Meine hätte ich wohl gleich ausgeteilt, würde man das bei mir machen.) Eines davon war, dass Toni bei ihm zwar Rechte aber auch Pflichten hat und das was sie trägt, nicht tragen darf. Er machte ihr Outfit nieder und wollte, dass sie sich für ihn in Schale schmeißt, mit dem Hinweis, sie könnte soviel aus sich machen. Immerhin wäre sie ein junge hübsche Frau. Somit musste sie mit einer seiner Betthüpferleins, die im übrigen zum Oralverkehr „gezwungen“ wurde (Entweder sie spurt oder sie verliert ihren aktuellen Lebensstandard.) shoppen gehen, um sich neue Kleidung zu kaufen. Nämlich die, die dem Bror besser in den Kram passt. Mal ehrlich, welcher Chef verlangt von einem, dass man sich als Gärtnerin so in Schale schmeißen muss, nur weil man auf seinem Anwesen wohnt? Genau, jemand der es auf die Frauen abgesehen hat und mehr von ihnen möchte, als nur ein schlichtes Arbeitsverhältnis. Oder sich lediglich an deren Schönheit aufzugeilen vermag. Aber nicht nur das war die Seite des Herrn Brors, er kann noch ganz anders.

Eine weitere Situation machte mich fassungslos. Nicht nur, dass er Tonis wunden Punkt traf, nämlich den Tod ihre Mannes, nein, er musste da in der frischen Wunde noch ordentlich drin herum buhlen, sodass es schön wehtut. Natürlich ist Verständnis da nicht angebracht. Auch als sein Freund Peter Falkenhayn auf die Insel kam, dachte er sich mit ihm ein gemeines Spiel aus. Peter soll Toni rumkriegen. Erst gibt es jede Menge Süßholzraspelei und Verständnis für ihre Situation, dann wird er forscher, gewaltsamer. Toni wehrte sich mehrmals, sagte er solle aufhören, doch er tat es nicht. Sie musste also einen Tritt austeilen. Erst dieser ließ ihn aufhören.  Ganz recht so. Als sie dann herausfand, dass es ein makaberes Spiel von den beiden war, macht sie nichts. Sie steht nur da wie ein kleines Kind. Anstatt den Job zu wechseln, bleibt sie. Was für ein fieses Spiel, auch wenn beide Männer betrunken waren und sich das ausdachten. In der Art, wie Peter Falkenhayn sich aber herangemacht hat, ist es schon mehr als ein Übergriff. Ist kurz fassungslos aber nimmt es hin und arbeitet für Bror weiter und versucht immer und immer wieder, an ihn heranzukommen, mehr über ihn herauszufinden. Und wer jetzt denkt, dass es besser wird, der irrt sich.

Der frühere beste Freund von Tonis verstorbenen Mann, Herr Dohle, auch die Krähe genannt, landet also auf Monte Spina. Laut Toni, wollte er immer Geld von ihr. Herr Bror mischte sich ein und wollte ihm ordentlich einheizen. In dem Moment als ich das las, dachte ich das sich etwas ändern würde und die Autorin das Ruder herumreißt. Vor allem das Herr Bror soweit Menschlichkeit besitzt und Toni im angemessenen Maße hilft, doch weit gefehlt! Es kam zu einer Situation, die mich einfach sprachlos machte, noch jetzt. Menschenunwürdig ist das richtige Wort. Wie ich schon bei Instagram im Live-Stream sagte, ich bin vieles in Büchern gewohnt aber das war das I-Tüpfelchen, welches noch gefehlt hat. Toni und die Krähe unterhalten sich im normalen Tonfall, bis sich dann mit schweren Schritten Herr Bror zu ihnen gesellt. Das was er dann tut, lässt einen das Blut in den Adern gefrieren. Er füllt einen trockenen Alkoholiker ab, wirft ihm sein Leben in Einzelheiten um die Ohren. Toni sitzt sprachlos wie ein stummes Kind daneben und tut nichts. Dann wettert die Krähe gegen Toni, bis er dringend zur Toilette muss. Doch seine Beine knicken ihm weg, niemand hilft ihm. Er pinkelt sich also ein und was macht der Herr Bror? Meint, dass er ihn nicht über Bord werfen würde aber er würde ihn hinter sein Lenkrad klemmen lassen , eine Plane käme darunter und dann kann er sich einpinkeln wie viel er will, denn das wird er. Dann endlich bekommt Toni ihren Mund auf. Denkt ihr, sie kündigt? Nein. Sie bleibt. Diese Szene und die Protagonisten Max Bror und Toni haben mich sprachlos gemacht und angeekelt zurückgelassen. Ab diesem Moment fiel es mir schwer, überhaupt noch weiter zu lesen. Aber da ich auch Bücher, die nicht gut sind, meistens zu Ende lese, habe ich es auch bei diesem getan.

Als Herr Bror Toni dann einlädt, ein Abend zu zweit, stellt er ihr eine Art Club vor. Das Hot Volcano. Ich weiß nicht, wie ich es beschreiben soll. Es ist verrucht, junge Frauen rocken unten die Tanzfläche, während oben der Küss-mich-benutz-mich-wir-sind-ungestört-VIP-Bereich ist. Beide sprechen dort miteinander, dann kommt auf den Bror eine Frau zu, die mehr von ihm möchte, doch Toni geht dazwischen. Ein Gefühl von Eifersucht, so denke ich. Ab diesem Zeitpunkt merkt man, dass sie sich in ihn verguckt hat. Der erste Kuss lässt in diesem Kapitel nicht lange auf sich warten. Als sie sich auf den Weg nach Hause machen, teilt er ihr mit, wie geil er auf sie wäre. Auf ihre Lippen und auf ihre Brüste unter ihren dünnen Bluse. Leider (also für die Protagonisten) kommt es da aber nicht zum Austausch von Flüssigkeiten, sondern er bekommt – zu recht, einen auf die Mütze von irgendwelchen Leuten. Dann kommt eine Szene, wo es sich tatsächlich so liest, dass er sie braucht, bis er dann verschwindet und über Wochen weg ist. Toni weiß von nichts aber verhält sich, als sie ihm nachreist, wie ein kleines Kind. Warum reist sie ihm nach? Wieso möchte sie wissen, wie es ihm geht? Wieso reist man so einem Menschen hinterher, der so eine ekelhafte Art an sich hat und entweder nur Beleidigungen oder geile Körper, Brüste und Ärsche kennt? Ich erkläre es euch. Sie ist verliebt.

Als sie ihn dann findet, ist er natürlich abweisend, schickt sie mit den Worten „Schönen Urlaub noch“ nach Hause. Im nächsten Absatz heißt es dann, er hätte ihr einen Wagen zu seinem Haus bestellt. Anstatt dankend abzulehnen, weil sie abgewiesen wurde, lässt sie sich fahren.

Irgendwann kam dann der Punkt, wo sie unten am Strand sitzt, vollkommen durchgefroren. Herr Bror findet sie. Er nimmt sie in seine Arme, begleitet sie in ihr Zimmer und lässt ihr ein heißes Bad ein. Jetzt könnte man denken, wie lieb von ihm. Er ändert sich vielleicht doch noch. Zumindest ist da dieser kleine Funken Hoffnung. Sie zieht sich vor ihm aus, ohne sich zu schämen oder ohne das es ihr unangenehm ist. Folgt mal meinem Gedankengang: Sie zieht sich vor ihrem Chef aus, der ihre Wunden immer wieder aufgerissen hat und sie beleidigt hat. Der, der sich das Spiel ausgedacht hat mit seinem tollen Freund Peter. Und sie steht da wie ein kleines Kind, und denkt sich nichts dabei. Sie hatten vorher noch keinen Geschlechtsverkehr, sondern sich nur geküsst. Sie steigt also in die Badewanne und genießt die Wärme. Als sie die Shampooflasche nicht aufbekommt, um sich die Haare zu waschen, hilft er ihr. Doch was tut er dann? Er shampooniert ihr die Haare und erzählt ihr, dass er das bei seiner Mutter auch immer tat und es genossen hat. Ich konnte bei den Zeilen nur noch den Kopf schütteln und das „Ich hab dich sehr lieb“ und „Schlaf mit mir“ von Toni kurz danach, hat mich fast dazu gebracht das Buch in die Ecke zu werfen. Und ja, sie haben miteinander geschlafen. Wenn schon, denn schon. Aber ehrlich: Wer würde das tun? Wer würde mit diesem Menschen schlafen, der schon so vieles zu Nichte gemacht hat? Der die Krähe abgefüllt hat und all das was davor und danach kam, ohne schlechtes Gewissen tat? Selbst als seine Helen, ihn darauf ansprach, hatte ich die Hoffnung, er würde sich ändern aber nein, warum auch? Nun hat er wieder was er möchte. Eine Frau die sich verliebt hat, wie auch immer das funktioniert bei so einem Menschen und seine Lust wurde befriedigt. Was möchte Mann mehr? 

Gefühlte tausend Gespräche, die Versuche den Bror umzustimmen, zu verändern, an ihn heran zu kommen später, erfuhr man ein bisschen von ihm. Die Gespräche haben aber so gut gewirkt wie Nasenspray gegen Blattläuse, nämlich nicht im geringsten. Er stieß Toni wieder von sich weg, bis er irgendwann einsam und alleine in seinem Kämmerchen starb.

Dann kam der Prolog. Toni hingegen lebt ihr Leben mit einem neuen Mann, der zwei Kinder hat. Aber ehrlich? Ich kann sie nicht ernst nehmen. Ich konnte die Protagonisten nicht ernst nehmen. Wo ich anfänglich noch Sympathien für Toni hatte, waren diese mit einem Male ausgelöscht. So verhält sich doch keine erwachsene Frau. Es kam mir vor als wäre sie ein kleines Kind, welches immer wieder mit dem Kopf durch die Wand möchte, nur um auch geliebt zu werden. Das Herz eines Menschen erreichen, der schlimme frühkindliche Erfahrungen gemacht hat und immer als er sie weg stieß, musste sie immer wieder angekrochen kommen. Reagiert so eine erwachsene Frau? Irgendwann ist doch einfach genug. Es hat vor allem nichts vorangebracht. Weder ihr Charakter, ihre Art hat sich in einer Art und Weise geformt, noch der von Herrn Bror. Da kam einfach nichts.


Schreibstil

Der Schreibstil ist gut, vor allem die Beschreibungen der Landschaft sind sehr gut gelungen.


Das ehrliche Fazit

Natürlich dürfen Protagonisten polarisieren, sich treu bleiben und manchmal brauchen Bücher Stinkstiefel. Bücher und Geschichten brauchen aber nicht Gewalt, Frauen die vor Männern kuschen, gegebenenfalls mal den Mund aufmachen. Wir Frauen sind doch keine Marionetten. Gerade in der heutigen Zeit, wo wir „Ja“ zum Feminismus sagen, tut solch eine Geschichte zu lesen einfach nur weh. Ich verstehe, dass der Herr Bror in seiner frühen Kindheit schlechte Erfahrungen gemacht hat, keine Frage. Das wirkt sich immer auf den Charakter und das spätere Handeln aus. Ich hätte mir eine Veränderung auch von ihm gewünscht, doch stattdessen hat mich die Geschichte wütend und enttäuscht zurück gelassen. Themen wie Gewalt, Übergriffigkeit und Mobbing sollten angesprochen werden aber nicht in dieser Art ausgereizt werden. Ja, ich habe persönliche Erfahrungen damit machen müssen und habe meine Grenzen. Aber das war über die Grenze hinaus. Ich habe vom Klappentext und von dem wirklich wunderschönen Cover etwas Anderes erwartet. Ich fühle mich getäuscht. Und auch wenn das Schreiben eine Kunst ist, hat die Kunst da für mich aufgehört.


Bewertung

2 von 5 Sternen

Vielen Dank an den Droemer Knaur Verlag und Vorablesen für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

20 Comments

  • David Zivku

    Mich beeindruckt Deine schonungslose Offenheit, mit der Du hier Deine Meinung zu dem Buch beschrieben hast. Alles hat Hand und Fuß, wirkt sehr durchdacht und untermauert wirklich Deine Kompetenz in Sachen Buchrezension. Denn auch Bücher, die einem nicht auf den Laib geschrieben sind, müssen offen und ehrlich besprochen werden. Das hast Du getan, mit Respekt und Intelligenz. Danke dafür…

    • Miriam

      Wie viel Mühe du dir mit der Besprechung gegeben hast! Es ist so wundervoll, wenn man so tief in ein Buch und in eine Geschichte eintauchen kann! Und das Cover finde ich auch sehr ansprechend gestaltet.

      • Merry

        Liebe Miriam,
        es hat mich zwei Tage á zwei Stunden gekostet, diese Literaturkritik zu verfassen. Mir ist es nicht leicht gefallen es negativ zu bewerten. Aber ich finde, dass man als Buchblogger schon in der Pflicht steht, konstruktiv und ehrlich zu sein. Nicht nur zu dem Autoren, sondern auch zu den eigenen Lesern.

        Das Cover ist ansprechend, doch was sagst du zu der Geschichte an sich?

        Liebste Grüße,
        Merry.

    • Merry

      Lieber David,
      wenn ich ehrlich sein soll, fiel es mir gar nicht so einfach, eine Literaturkritik für dieses Buch zu schreiben. Dazu muss ich sagen, dass mir leichter fällt, positives zu berichten und ich Bücher nicht gerne auseinander nehme. Ich weiß wie viel Arbeit in einem Buch steckt. Aber bei diesem Buch musste ich einfach ausholen, da es mir schwer im Magen lag und ich bin froh, dass ich diese Literaturkritik endlich fertig habe. Das muss ich einfach ehrlich gestehen. Ich fand erst keine Worte mehr, doch ich habe mir Zeit gelassen und sie gefunden.

      Danke für dein liebes Feedback und das Kompliment. Jedem Menschen gebührt Respekt, gerade unter Autoren und gerade als Buchblogger.

      Liebste Grüße,
      Merry.

      • David Zivku

        Das hast Du lieb geschrieben, danke Dir herzlich dafür. Aus der Sicht eines Lesers von Rezensionen ist es immer wichtig finde ich, daß man Vertrauen und ein gutes Gefühl in und für den Rezensenten hat, sonst ist es sprichwörtlich „für die Katz.“ Bei Dir fühlt man sich mitgenommen, sicher und liest die Rezension quasi durch Deine Augen mit. Grade das fasziniert mich hier so auf Deinem Blog. Für mich einer meiner Highlights in der Rezi-Online-Welt. Weiter so bitte… 💛

        • Merry

          Lieber David,
          sehr, sehr gerne natürlich. Es ist schön, dass du beim Lesen meiner Literaturkritiken durch meine Augen sehen kannst. Es wird auf jeden Fall weitergehen.

          Liebste Grüße,
          Merry.

    • Merry

      Liebe Annette,
      auch wenn es mir nicht leicht fiel aber sehr, sehr gerne natürlich. Ich finde es einfach wichtig, nicht nur konstruktiv, sondern auch ehrlich zu sein.

      Liebste Grüße,
      Merry.

  • Theresa Kellermann - frauwebtextet

    Hallo Merry,
    und wow! Also das hatte ich nicht erwartet. Dachte, ich lese eine ganz „normale“ Rezension á la „Das war gut“ – „Das war nicht so gut“. Aber du hast mehr daraus gemacht und das ist echt super! Dein Schreibstil ist sehr angenehm und anschaulich, in diesem Fall eben auch emotional. So habe ich den ganzen Artikel bis zum Ende lesen wollen bzw. müssen 🙂 Der Literaturbetrieb lebt von Rezensionen wie diese. Und wenn man ein Buch nun mal negativ empfindet, dann sollte man da auch kein Blatt vor den Mund nehmen und ehrlich und authentisch bleiben. Also gut gemacht und bitte weiter so 🙂 Alles Gute und beste Grüße! Theresa

    • Merry

      Liebe Theresa,
      danke für dein langes und liebes Feedback. Es fiel mir nicht einfach diese Literaturkritik zu schreiben, denn bisher habe ich bei Büchern fast immer Glück gehabt. Ich war einfach so sprachlos, dass ich nicht wusste, was ich schreiben soll. Wie ich es in Worte verpacken soll aber ich habe so viele positive Literaturkritiken dazu gesehen und mich gefragt, ob die das nicht so empfunden haben.

      Bei Literaturkritiken gebe ich mir immer viel Mühe und bei diesem Buch konnte ich mich nicht kurz fassen. Wenn ein Buch sehr gut ist, bedarf es wenigen aber auch richtigen Worten. Hier hätte ein „War Mist!“ einfach nicht gereicht, weil ich auch die Arbeit hinter einem Buchprojekt kenne.

      Es freut mich daher sehr, dein Kommentar zu lesen, auch weil dir mein Schreibstil gefällt. Vielleicht gefällt dir auch irgendwann der erste Band meiner Trilogie, wenn diese fertig ist. Ich finde aber auch, dass der Markt von diesen Kritiken lebt und sie sind nicht immer schlecht, können auch eine Inspiration sein. Wichtig ist immer: Höflich bleiben und das Buch dennoch mit Respekt behandeln.

      Liebste Grüße,
      Merry.

  • EARLYHAVER

    Macht neugierig. Ich lese viel zu wenig, aber du machst es einen ziemlich schmackhaft. Ich kann mir vorstellen, dass es ein spannendes Buch ist. Ich stelle mir gerade vor, was ich machen würde, wenn alles um mich rum stirbt, wahrscheinlich wird man anschließend ein völlig neuer Mensch und tut Dinge, die man vorher niemals in Angriff genommen hätte. Und auch ich mag die Buchgestaltung. Danke für die Empfehlung. LG!

    • Merry

      Liebe Earlyhaver,
      eine Empfehlung ist es nicht direkt aber wenn dich so eine Geschichte anspricht, solltest du sie lesen. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass ich dir die Geschichte mit dieser negativen Literaturkritik schmackhaft gemacht habe.

      Ich denke jeder Lebensabschnitt, ist er noch so schmerzlich kann Veränderungen bringen, die einem einen neuen und wunderbaren Weg aufzeigen können.

      Liebste Grüße,
      Merry.

  • Jana

    Oh wer hätte das erwartet? Vom Cover her dachte ich, da gibt’s eine nette Liebesgeschichte zum Lesen, aber dass die Story dann so weitergeht, hätte ich nicht gedacht! Na ja, das nächste bessere Buch kommt bestimmt! Aber zum Schluss noch ein Kompliment an deine tollen Fotos!

    Liebe Grüße
    Jana

    • Merry

      Liebe Jana,
      ich habe das auch absolut nicht erwartet und mir etwas Anderes erhofft. Habe einfach an eine leichte Sommerlektüre mit Einblicken in das Familienleben von Max Bror erwartet. Einfach mehr Menschlichkeit.

      Danke für das Kompliment! Es freut mich sehr.

      Liebste Grüße,
      Merry.

  • Bettina Halbach

    Liebe Merry, danke für dein ausführliche Rezension und die schonungslose Offenheit, was das Buch angeht, ich bewundere dich, dass du es trotz zunehmendem Verdruss noch zu Ende gelesen und die Kritik geschrieben hast. Von meiner Leseliste habe ich es jedenfalls gestrichen, liebe Grüße Bettina

    • Merry

      Liebe Bettina,
      sehr, sehr gerne natürlich! Ich finde, dass man einfach offen sein muss, auch wenn diese Literaturkritik erst nicht gut von der Hand ging. Ich habe es zu Ende gelesen, vielleicht auch mit der Hoffnung, dass die Autorin das Ruder herumreißt. Leider war dem nicht so.

      Liebste Grüße,
      Merry.

  • Who is Mocca?

    Also der Klappentext hätte mich auch zum Lesen angeregt, mag solche leichten Geschichten ja eigentlich sehr gerne! Schade, dass die Geschichte dann doch andere Dinge vermittelt hat, als man anfangs erwartet. Danke dennoch für die Vorstellung, das Buch lasse ich dann mal lieber aus. 😉

    Liebe Grüße,
    Verena von whoismocca.com

    • Merry

      Liebe Verena,
      ich mag solche Geschichten auch sehr gerne. Tolle Länder, Einblicke in das Herz der Protagonisten. Doch leider war dem nicht so. Ich kann es leider, leider nicht empfehlen.

      Liebste Grüße,
      Merry.

  • Bea

    Wow, eine ehrliche und sehr ausführliche Rezension. Muss auch mal sein, dass man etwas nicht gut findet. Ich wäre durch das Cover auch neugierig auf das Buch geworden, wusste nicht, was Monte Spina ist und wo es liegt. Es ist schon sehr wichtig, genau zu formulieren, was man daran nicht gut fand und was man gut fand. Nur so hilft es dem eventuellen Leser weiter, selbst zu entscheiden. Danke dafür.

    Lieben Gruß, Bea.

    • Merry

      Liebe Bea,
      genau, es gibt Bücher die man entweder gut findet oder eben nicht. Wichtig ist, dass man bei der Literaturkritik konstruktiv bleibt. Das Cover macht auch neugierig, der Titel ebenso aber leider kann ich es nicht empfehlen. Von meiner Seite aus sehr gerne.

      Liebste Grüße,
      Merry.

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